En Tránsito 2026 – Wahrnehmung und Wirklichkeit auf Durchreise

Eröffnung: 2.10.2026 von 18 bis 21 Uhr
Ausstellungsdauer: 2.10. bis 17.10.2026 - 3.10 geschlossen

Einladung (PDF)


Ein experimenteller Versuch, den Übergang zwischen gestem, heute und morgen auszuloten.

Zum vierten Mal – nach den ertolgreichen Projekten der Jahre 2023, 2024 und 2025 traf sich eine Gruppe von Kunstlerınnen und Kuratorınnen aus Hamburg und Ibiza in Sant Antoni de Portmany im Frühjahr 2026. Gemeinsam setzten sie sich künstlerisch mit Migration, Bewegung und Reisen auseinander – sowie mit den damit verbundenen Themen wie Sehnsucht, Wunsch, Inspiration, Glück, aber auch Haltlosigkeit und Verlust.
Gerade in Zeiten eines zunehmend regressiven Verhaltens der Großmächte erscheint es wichtiger denn je, dass Künstlerinnen diesen konservativen und abschottenden Bewegungen etwas entgegensetzen.

Die Ausstellung in Sant Antonio de Portmany in Ibiza fand dieses Jahr in einem stillgelegten Terminal statt. Einen solchen Ort konnten wir hier in Hamburg nicht bieten. Insofern kann die Ausstellung im level one nur einen sehr kleinen Erinnerungsstreifen bieten, von dem was in Ibiza passierte. Nicht alle am Projekt partizipierenden Künstlerinnen können hier im level one dabei sein und die Werke sind den Größenverhältnissen angepasst.


Das Thema, das diesem Projekt zugrunde liegt lässt sich jedoch sehr gut auf Hamburg übertragen. Hamburg ist eine Hafenstadt und somit ein riesiger Transitraum. Ein Ort des Durchgangs, in dem sich dauerhaft nur die hier Lebenden aufhalten. Reisende folgen den Regeln solcher Transit-Räume. Weltweit entstehen Transiträume überall dort, wo Menschen sich von A nach B bewegen.


Im Unterschied zu einer rein ökonomisch-rationalen Sichtweise steht es Künstlerinnen frei, das lineare Verständnis von Zeit zu hinterfragen und zeitübergreifende Positionen zu entwickeln. Künstlerinnen sind Reisende ohne testgelegtes Ziel. Sie suchen Orte, an denen ihre Ideen Raum tinden. Freiheit steht für sie über Zweckmäßigkeit. Gerade deshalb wird ein Transitraum – ein Ort ohne Verweildauer – zur besonderen Herausforderung.


Dieser Herausforderung stellten sich eine Gruppe von Künstlerinnen und Kuratorinnen aus Hamburg und Ibiza. Sie widmeten sich dem Zwischenraum, dem Übergang, dem Durchgang – ebenso wie den Fragen von Overtourismus, Mobilität und globaler Bewegung. Dabei reflektierten sie eine sich verändernde Wirklichkeit und setzten sich künstlerisch mit Themen wie Migration, Flucht, Massentourismus, Angst und Diskriminierung auseinander.