Tamino Dathe, Jan Hauschildt, Luzie Textura, Sabine Tollkühn-Klein
Eröffnung: 19.02.2025 von 18 bis 21 Uhr
Ausstellungsdauer: 20.02. - 21.03.2026
Wir leben im Normalzustand paralleler Bildschirmwirklichkeiten: Reize erreichen uns nicht mehr nur nebenbei, sondern ausgewählt, kuratiert, getaktet. Ein Dauerregen aus Bildern, Texten und Signalen, den wir aufnehmen und verarbeiten – und den wir doch selten vertiefen. Inmitten dieser Reizökonomie wird Aufmerksamkeit zur knappen Ressource. Die Monotropismus-Hypothese beschreibt hierfür zwei Aufmerksamkeitsmodi: Polytropismus meint ein breites Verteilen der Aufmerksamkeit über viele Dinge; Monotropismus eine tiefe Bündelung auf wenige – ein „Aufmerksamkeitstunnel“, der intensive Erfahrungen, Expertise und Flow ermöglichen kann, aber Wechsel und Unterbrechungen auch herausfordernder macht.
In dieser Ausstellung treten zwei Studierende der Hochschule für Künste im Sozialen (HKS Ottersberg) und zwei Künstlerinnen aus dem Kontext von akku – Autismus, Kunst und Kultur e.V. in einen Dialog. akku e.V. unterstützt bundesweit autistische Künstler*innen, schafft Sichtbarkeit durch Ausstellungen und baut Brücken in den Kunstbetrieb. Zwischen Sog und Streuung zeigen die Arbeiten, wie Fokus Gestalt annimmt: als sanftes Einrasten, als Verdichtung, als stille Entschiedenheit. Ein In-Resonanz- Kommen mit Material, Rhythmus und Gedanken – heute beinahe eine Utopie. Die Ausstellung wird kuratiert von Menia von akku e.V. und Prof. Marta Vovk von der Hochschule für Künste im Sozialen in Ottersberg.

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