Wir leben im Normalzustand paralleler Bildschirmwirklichkeiten: Reize erreichen uns nicht mehr nur nebenbei, sondern ausgewählt, kuratiert, getaktet. Ein Dauerregen aus Bildern, Texten und Signalen, den wir aufnehmen und verarbeiten – und den wir doch selten vertiefen. Inmitten dieser Reizökonomie wird Aufmerksamkeit zur knappen Ressource. Die Monotropismus-Hypothese beschreibt hierfür zwei Aufmerksamkeitsmodi: Polytropismus meint ein breites Verteilen […]
